Toskana: Unser Reisebericht (Teil 2)

Wissensaustausch und Tipps für Familien

Toskana: Unser Reisebericht (Teil 2)

15. Oktober 2019 Familienglück Reisen 0

Wenn´s schon einen Teil 1 zu unserer Reise in die Toskana gibt, muss es natürlich auch einen 2. Teil geben 😉 Und jetzt wo es schon herbstelts, ist es auch lustig und erwärmend in Sommererinnerungen zu zu schwelgen…

Nach Lucca und Florenz möchten wir euch diesmal von ein paar Erlebnissen und Ausflügen in der nördlichen Toskana berichten.

Pisa

Den schiefen Turm in Pisa muss man einfach gesehen haben. Es gehört sicher zu den meist besuchten Ausflugszielen der Toskana. Kommt man von der Straße auf den Platz, ist man erstmal überwältigt von den Brachtbauten inkl. dem Turm, der richtig schief ist. Zwischen Turm und Dom tummeln sich hunderte (vielleicht sogar tausende…) Touristen. Alle mit einem Ziel: Das perfekte Foto vom Turm. Richtig ulkig anzusehen wie sich alle verrenken 😉

Natürlich haben wir es auch versucht, gelungen ist uns kein “Zeigenswertes”…

Wir wollten auch noch den Turm besteigen und haben versucht Karten zu ergattern, jedoch 3 Stunden zu warten bis ein Timeslot für uns frei war, haben wir uns erspart.

Aquarium Livorno

Wir hatten, an den 10 Tagen in Italien nur einen Regentag 😆 Was tun wenns den ganzen Tag regnet in der Toskana?

Wir haben uns für das Aquarium in Livorno entschieden. Alleine waren wir mit dieser Entscheidung nicht, denn bei Regenwetter gibt’s in dieser Gegend nicht all zu viele Indoor-Alternativen für Familien. Zumindest nichts, was man im Internet recherchieren konnte.

Nach einiger Zeit in der Schlange vor der Kasse hatten wir gehofft, dass sich die Massen im Aquarium etwas verteilen. Dem war zwar so, aber es war trotzdem seeeehr überfüllt.

Trotz allem war es sehr spannend die vielen verschiedenen Fische und Meeresbewohner zu entdecken. Es gibt sogar ein Streichelbecken. Rochen schwimmen direkt unter der Handfläche hindurch – einmalig 🙂 Man hat nicht das Gefühl, dass es den Rochen stört?! Entlang des Rundwegs gibt es viele verschiedene große Becken, mit den italienischen Meeresbewohnern. Um alles zu entdecken benötigt man ca. 2 bis 3 Stunden.

Fazit: das Aquarium ist auf jeden Fall ein Ausflug wert, jedoch bei Regenwetter sehr überfüllt. Die Eintrittspreise sind auch nicht gerade günstig, für Kinder unter einem Meter (wird dort sogar nachgemessen!!!) ist es noch gratis.

Fazit: das Aquarium ist auf jeden Fall ein Ausflug wert, jedoch bei Regenwetter sehr überfüllt. Die Eintrittspreise sind auch nicht gerade günstig, für Kinder unter einem Meter (wird dort sogar nachgemessen!!!) ist es noch gratis.

Strandbäder in Camaiore

Wie wählt man DAS richtige Strandbad bei den gefühlt 1000 verschiedenen Strandabschnitten in Camaiore? Wir wissen es auch nicht…

Wir haben uns ein paar, genauer gesagt drei, angesehen und ausprobiert. Dabei können wir das Bagni “Sole” besonders empfehlen.

Der Empfang und das Personal waren sehr freundlich und zuvorkommend. Auf unsere Wünsche bei der Liegenwahl ist man eingegangen. Außerdem gibt es neben einem kleinen Restaurant auch einen Spielbereich im Schatten. Über das Essen können wir nicht urteilen (da nicht probiert) aber im Imbissbereich gibt es den ganzen Tag frisches Obst, Eis und kleinere Snacks. Der Strandbereich ist, wie auch bei allen anderen, sehr sauber.

Wir durften sogar einen zweiten kleinen Sonnenschirm aufspannen, das durften wir bei den beiden anderen zu unserer Verwunderung nicht. Dieser war sehr praktisch, da die Kids auch im Schatten genügend Platz fürs Sandbuddeln hatten 😉

Cinque Terre

Cinque Terre ist wohl DAS Ausflugsziel in Ligurien und sehr gut aus der nördlichen Toskana erreichbar. Auch mit dieser Meinung sind wir nicht alleine! Es bewegen sich täglich Massen an Touristen mit den Zügen in diese 5 Bergdörfer (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore). Aber nicht nur Touristen, auch die Einheimischen fahren großteils mit dem Zug, da es nur sehr schmale und steile Straßen dorthin gibt.

Man kann sich gleich ein ‘Ganztagesticket’ kaufen, sehr praktisch, so kann man in jedem der Dörfer ein- bzw. aussteigen. Es gibt auch die Möglichkeit zwischen den einzelnen Dörfer eine Schifffahrt zu buchen. Alle fünf Dörfer sind ebenso durch gut markierte Fußpfade verbunden. Darunter der populäre und bequeme Spazierweg Via dell’Amore (Liebespfad) von Riomaggiore nach Manarola.

Die Wege führen durch eine abwechslungsreiche unberührte Natur, die “macchia mediterranea”. Wir haben uns eines der Bergdörfer (Vernazza) ausgesucht und dieses genau angeschaut, durchwanderten die vielen schmalen Gassen und konnten dort sogar im sehr schönen Meer baden. Wir besuchten auch den höchsten Punkt. Von diesem hat man einen unbeschreiblich schönen Ausblick!

Bei unserer Rückreise waren wir wieder nicht alleine, wir versäumten den ersten Zug – es waren einfach viel zu viele Leute. Beim Zweiten hatten wir mehr Glück und ergatterten sogar einem Platz oben im Doppeldeckerzug – für unsere Zug Fans wieder ein Highlight mehr!

Candalla Wasserfälle

Braucht man einmal etwas Abwechslung zum Strand abseits vom Massentourismus der Toskana dann sind die Candalla Wasserfälle ideal. Bei der Anfahrt lässt sich noch nicht erahnen, welch schönes Naturjuwel sich hier versteckt 🙂

Am Einstiegspunkt gibt es keine offizielle Parkplätze. Am besten man parkt entlang der Straße und legt die letzten Meter zu Fuß zurück. Vom Eingang aus geht man entlang des Flusses an vielen kleinen Wasserfällen vorbei, an denen man sich etwas abkühlen kann. Und eine Abkühlung ist es wirklich, das Wasser hat bestimmt nicht mehr als 15°.

Mitten im Wald dann auf einmal das Highlight für uns, eine alte Ruine. Was es früher einmal war, lässt sich nur erahnen. Vermutlich eine kleine Burg/Schloss? Jedenfalls ist es sehr beeindruckend, wie sich die Natur dieses Bauwerk wieder zurück erobert hat! Wir nutzten diesen Ort als kleine Jausenstation und genossen die besondere Atmosphäre.

Weiter ging es an nicht immer sehr sicheren Wegen entlang, vor allem mit Kindern heißt es hier besonders gut aufpassen. Die schmalen Wege sind kaum gesichert und es geht doch sehr weit bergab. Doch es lohnt sich auf jeden Fall, denn alle paar Meter befindet sich wieder ein kleiner Wasserfall oder eine kleine Bucht zum Abkühlen =).

Der Weg wäre noch viel weiter gegangen, irgendwann beschlossen wir jedoch umzudrehen, es war uns mit den kleinen Zwergen doch zu lange und beschwerlich. Aber der Ausflug in den Wald hat sich total gelohnt, es war eine herrliche und erfrischende Abwechslung zum Baden im Meer.

Der Weg wäre noch viel weiter gegangen, irgendwann beschlossen wir jedoch umzudrehen, es war uns mit den kleinen Zwergen doch zu lange und beschwerlich. Aber der Ausflug in den Wald hat sich total gelohnt, es war eine herrliche und erfrischende Abwechslung zum Baden im Meer.

Monteggiori

Monteggiori, das so viel heißt wie “kleiner Berg”, befindet sich auf einem Hügel von dem man einen wundervollen Ausblick über die gesamte Ebene von Camaiore bis ans Meer hat. Am Fuße des Orts befindet sich ein kleiner Parkplatz. Von hier aus gelangt man über einen “mittelalterlichen”, gepflasterten Weg auf den Hügel ins Ortszentrum. Enge Gassen führen durch den Ort. Irgendwie fühlt man sich um Jahrzehnte zurückversetzt. Enge kleine Gassen, wenig Autos, Ruhe pur! UND an der Stadtmauer ein atemberaubender Ausblick.

Auf jeden Fall ein liebevoller und sehenswerter Ort ohne viele Touristen. Ein malerischer kleiner Ort!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.